Fastenaktion der deutschen Katholiken"Die Fülle des Lebens teilen" - Misereor-Fastenaktion 2006
Unter dem Leitwort „Die Fülle des Lebens teilen“ greift MISEREOR in der Fastenaktion 2006 das Thema der Geschlechtergerechtigkeit auf und damit eine der großen Herausforderungen seiner Partner in Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Kampf gegen die Armut gilt die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern als wichtige Querschnittsaufgabe und als unabdingbare Voraussetzung für Entwicklung.Armut basiert auf ungleicher Einkommensverteilung, auf ungleicher Verteilung von Vermögen, auf ungleichem Zugang zu bezahlter Beschäftigung, zu Bildung und Information, politischer Partizipation und Macht. Überall auf der Welt, doch mehr noch in den armen Ländern der Südkontinente, sind es vor allem Mädchen und Frauen, die unter dieser Ungleichheit bis in die engsten Familienstrukturen hinein zu leiden haben. So muss man bis heute noch immer verblüfft feststellen: - Frauen bilden die Hälfte der Weltbevölkerung,
- sie schaffen gut 65% der geleisteten Arbeitsstunden,
- produzieren in Entwicklungsländern 8o% aller Nahrungsmittel,
- doch sie erhalten nur 10% des Welteinkommens
- und sie besitzen weniger als 1% des Welteigentums.
Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen umfasst als Aufgabe alle Lebensbereiche: Arbeit, Gesundheit und Bildung, Ernährung und Wohnen. Sie ist unverzichtbar für ein Leben in Würde jenseits der Armutsgrenze. All das gewinnt dort, wo Mann und Frau gemeinsame Sache machen. Dass diese Erkenntnis auch für die Ärmsten der Armen zur erfahrbaren Wirklichkeit wird, dafür setzt sich MISEREOR mit seinen Projektpartnern ein – rund um die Erde.
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